Urlaub 2003 - Urlaubsbericht

 

Gran Canaria - Playa del Inglès – RIU Waikiki

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Unser Hotel für die zwei Wochen war das RIU Waikiki an der Avenida de Gran Canaria, nur 5min zum Strand und 2min zum Einkaufen, sowie zu diversen Shopping Centern (Kasbah, Yumbo). Das Hotel hat 505 Zimmer, aufgeteilt in 5 runde Türme, jeweils mit 8 Stockwerken. Jedes Stockwerk hat 14 Zimmer, die im Kreis angeordnet sind. Es gibt 2 kleinere Aufzüge pro Turm, eine Treppe, die innen im Kreis nach oben führt und eine kleinere Nottreppe, die sich in einem Extraraum befindet. Die Türme sind nach oben hin offen! Da Playa del Inglés nur 7 Regentage im Jahr hat, ist das eine sehr nette und positive Abwechslung zu den normalen Hotels.

Die Zimmer sind relativ hellhörig, wobei man nicht die Stimmen der Nachbarn, sondern vielmehr die Schranktüren hört. Aber das war nun wirklich nicht schlimm. Jedes Zimmer hat einen Balkon, einen großen Ventilator und Mietsafe (11,40€ pro Woche). Die Zimmer sind für 2 Personen völlig ausreichend, relativ groß, mit 2 Betten (die man als Paar mit einem Gürtel zusammenziehen sollte [und den Gürtel nach der letzten Nacht nicht vergessen darf!], damit sie auf den Fliesen nicht auseinander rutschen), Sitzecke mit Tisch und zwei Stühlen, ebenfalls Tisch und zwei Stühle auf dem Balkon, ausreichend großer Schrank, diverse Abstellmöglichkeiten, Fernseher mit 15 Sendern (davon deutsche: ZDF, Pro7, Sat1, Eurosport, DW), Bad mit Wanne (inkl. Dusche) und WC, großem Waschbecken und kleinerer Abstellmöglichkeit. Die Zimmer sind sehr sauber (nur kleiner Schimmel im Bad [aber wirklich klein und nicht störend]) und der Zimmerservice zumeist aufmerksam und gewitzt (liegen gelassene Kleidungsstücke wurden zu lustigen Tieren gefaltet!).

Das Essen in Buffetform war wirklich gut und sehr viel. ACHTUNG: Zum Abendessen haben Herren in langer Hose und Hemd zu erscheinen, wohingegen die Damen auch dann im Strandoutfit erscheinen können, wenn sie möchten (?). Alles im Hotel zu beziehende geht auf die eigene Hotelrechnung (falls erwünscht): Safe, Getränke im Restaurant und an der Poolbar oder im Salon bei den Shows, die Miete für den Tennisplatz (Schläger und Bälle sind inklusive!) usw.

Die Getränke sind zudem nicht teuer, man zahlt für 1 Wasser (1/2 l) beim Abendessen 1,25€.

 

Die fünf Türme sind im Halbkreis angeordnet, an der offenen Seite befindet sich das Nachbarhotel RIU Flamingo, wodurch eine relative Ruhe gegeben ist. ABER: Vor dem Hotel verläuft die Avenida de Gran Canaria, auf beiden Seiten die Zufahrtsstrassen zu den Parkplätzen der beiden RIU Hotels und unmittelbar hinter dem letzten Turm verläuft eine 4-spurige Durchgangsstrasse (Stadtautobahn). Wer dort ein Zimmer zur Straßenseite erwischt, kann sich auf Verkehrslärm ab etwa 4.30 morgens einstellen. Wir hatten Glück und bekamen ein Zimmer mit Poolblick in der 3 Etage des Turms E. Daher mussten wir nur zweimal in der Woche die Livemusik an der Poolbar ertragen, die teilweise doch etwas nervte, aber kaum Verkehrslärm. Die Animation war aber ansonsten sehr gut. Die Animateure sind sehr witzig und immer gut drauf und die Abendshows (6x pro Woche) ganz nett.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Das Wetter ist selbst jetzt im Hochsommer noch auszuhalten, solange man nicht zur Mittagszeit am Pool liegt. Es hat schon seinen Sinn, dass alle Geschäfte von 13-17 Uhr geschlossen sind. Die Temperatur lag morgens nach dem Frühstück bei etwa 28°, stieg am Nachmittag dann auf 32-38° und abends gegen 8 (Sonnenuntergang) waren es nur noch gute 25°, also durchaus auszuhalten. Nachts kühlte es sich aber auch nicht mehr merklich ab und da kaum Wind geht, ist es empfehlenswert bei offener Balkontür und laufendem Ventilator zu schlafen, um einen einigermaßen tiefen Schlaf zu erreichen. Gegen 9.00 morgens weckt einen dann die Hitze automatisch, wenn man nicht ein Zimmer zur Straßenseite hat; dann ist man bestimmt schon gegen 5 mal wach, wenn die Müllabfuhr kommt.

 

Die Wassertemperaturen liegen im August bei etwa 25°, schon fast zu warm, um sich abzukühlen. *g*

Wer den nahe gelegenen Strand von Playa del Inglés besuchen will, kann sich auf Menschenmassen und kaum genug Platz zum Drehen vorbereiten. Der Shuttlebus fährt halbstündlich vom Hotel ab. Tipp: Nur 10 Gehminuten vom Strand in Richtung Süden gelangt man zu den Dunas de Maspalomas, geradezu menschenleer und riesengroß. Besonders schön dort sind die Sonnenuntergänge. Nervend an den Stränden: Der Nordostpassat, der einem beständig und teilweise relativ kräftig den Sand auf dem Körper verteilt. Besonders dann nervig, wenn man nass aus dem Wasser kommt und im Nu wie ein paniertes Schnitzel daliegt.

Für solche Menschen ist dann der Pool des Hotels eine echte Erholung. Da die Sonne im Waikiki am Pool erst vollständig gegen 11.00 erscheint, gibt es auch kaum reservierungswütige Hotelgäste. Ab 17.00 liegt dann der Pool wieder im Schatten, in dem es auch schnell frostig werden kann. Das Reservieren ist übrigens verboten, genau wie das Sonnen auf dem Rasen; wurde natürlich trotzdem gemacht und keiner hat was gesagt. Die Atmosphäre war sowieso sehr freundlich. Obwohl das Hotel ausgebucht und damit sehr voll war, bekam man zu jeder Tageszeit noch Plätze am Pool, sogar mit Sonnenschirm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Empfehlenswertes: Ein Besuch in den Dünen von Maspalomas natürlich und ebenfalls sollte man mal die verschiedenen Shoppingcenter gesehen haben, um sich eine eigene Meinung darüber bilden zu können. Das Kasbah ist zum Beispiel meiner Meinung nach einem Flohmarkt gleichzusetzen, total durcheinander. Das Yumbo ist da besser, allerdings voller verkaufswütiger Ladenbesitzer, die einen sofort anlabern, sobald man nicht demonstrativ wegguckt. Das Cita ist sehr ordentlich und bietet sogar wirkliche Geschäfte, Juweliere und Supermärkte, und somit nicht nur Läden, in denen man gefälschte Markenartikel wir Digitalkameras für 50€ oder Marken T-Shirts für 3€ bekommt. Allerdings findet man aus dem Cita kaum mehr raus. Da will ich nicht sein, wenn ein Feuer ausbricht. Das Faro II in Maspalomas ist für mich das schönste Einkaufszentrum gewesen. Es ist rund aufgebaut und schraubenförmig, man wird also automatisch von unten nach oben durchgeführt, wenn man will. Hier gibt es wirklich gute Läden wie Fundgrube, Intersport usw. Und vor allem hat man hier nicht das Gefühl, dass sich sofort 5 Verkäufer wie die Aasgeier auf einen stürtzen, sobald man mal ne Sekunde guckt. Es ist hier eher so wie bei uns zu Hause beim Einkaufen.

Und wenn man schon mal gerade in Maspalomas ist, kann man gleich den Faro besuchen, den großen Leuchtturm Gran Canarias, der bis vor 20 Jahren das einzige Gebäude in Maspalomas war.  Nun hat er mehrere Fünfsterne Hotels als Nachbarn, die Atmosphäre ist dort aber immer noch sehr natürlich, da unmittelbar daneben ein Vogelschutzgebiet mit der Osase von Maspalomas liegt. Von hier aus kann man Dromedar Touren durch die Dünen machen, die allerdings sehr teuer sind. Wir laufen da lieber, ist auch gesünder! *g*

 

Ebenso sollte man den Markt von Playa del Inglés nicht verpassen. Er findet immer samstags in den Markthallen statt. Dort kann man alles erwerben! Und alles günstig! Aber: nicht alles original! Aber was soll´s?! Wer schon immer mal eine CK Tasche wollte, kann sie sich hier für 5€ kaufen. Wen stört´s, dass CK hier für einen anderen Namen steht, genau wie BOSS Imitate hier immer BO55 heißen. Irgendwie ulkig! Hier bekommt man auch die „originalen“ Hard Rock Cafe Gran Canaria T-Shirts für 4€!!! Ok, das HRC gibt´s hier nicht, aber wen stört´s? J

 

Möchte man mal etwas weiter weg, raus aus Playa del Inglés, ist ein Besuch in Puerto de Mogán zu empfehlen. Die Busse fahren alle 30min und sind nicht teuer. Das Fischerdörfchen ist zwar total für Touristen ausgelegt, aber sehr nett anzuschauen. Es wird auch Klein-Venedig genannt, da alle paar Meter Brücken über irgendwelche Kanälchen führen! Wenn dann auch noch Markt ist, kann man dort schon einen ganzen Tag verbringen (und die Busfahrt ist es allemal wert!)! Von hier aus werden auch Uboot-Fahrten und Ausflüge mit einem Glasbodenschiff gestartet.

Abraten möchte ich von einem Besuch in Telde (hässliche Stadt mit chaotischer Verkehrsführung ohne wirkliche Sehenswürdigkeit) und San Nicolás de Tolentino (ebenfalls hässlich; man hätte sich das eigentlich denken können, wenn schon im Reiseführer nur steht, dass die mit Planen überdachten Tomatenfelder im Sonnenuntergang toll aussehen!) Eine Busfahrt nach Las Palmas lohnt sich aber auf jeden Fall, alleine wegen der Einkaufsstrasse, dem Parque San Telmo mit dem Jugendstilcafe, der Kathedrale am Plaza de Santa Ana und dem neuen großen Einkaufszentrum an der Hafenmole.

Ebenfalls wirklich schön sind die Orte, Aqüimes, Teror, Artenara, Moya und Puerto de las Nieves.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Was ein jeder einmal gemacht haben sollte, ist eine Tour mit dem Mietwagen durch das Inselinnerne. Der Mietwagen ist nicht teuer, wir zahlten nicht mal 30€ pro Tag inkl. uneingeschränkter Kilometer und Vollkasko ohne Selbstbeteiligung. (WICHTIG! Bietet nicht jeder Verleiher an! Vorher nachfragen und im Vertrag NACHLESEN; Wir mieteten bei Dominguez Maspalomas, Avda. Partera Sanchez, 21) Benzin kostet etwa 60 Cent pro Liter Super bleifrei.

Allerdings ist ganz Gran Canaria nicht an einem oder zwei Tagen zu besichtigen, wenn man auch mal anhalten und etwas verweilen will. Wir hatten drei Tage Zeit die Insel zu erkunden und hatten außerdem 3 Tage mit dem Bus (Puerto de Mogán, Las Palmas und Telde).

Besonders für die Tour ins Gebirge ist viel Zeit einzukalkulieren. Aber dafür lohnt sich die Mühe und Zeitaufwendung schon am Roque Nublo, dem Wolkenfels. Bei klarem Wetter kann man ringsum die Küste sehen und sogar den Teide auf Teneriffa.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Auch Puerto de las Nieves ist einen Besuch wert. Hier startet die Fähre nach Teneriffa. Das Fischerörtchen ist ringsum von sehr hohen Bergen umgeben und beherbergt den Dedo de Dios, den Finger Gottes, einen schmalen, spitzen Felsen im Meer unmittelbar am Hafen. Sehr nett anzuschauen. Die Straße, die von hier aus nach Puerto de la Aldea startet ist allemal eine Fahrt wert. Solche Ausblicke gibt es höchstens noch auf der Strecke von Artenara nach San Nicolás. Immer wieder umrundet die schmale Straße die Felsen, die hier teilweise bis zu 500m senkrecht zum Meer hin abfallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Einen sehr guten Ausblick auch für den Fahrer, der während des Weges besser auf die Straße achten sollte, hat man dann am Mirador de Balcón, einem kleinen Haltepunkt mitten im Nirgendwo.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Alles in Allem ist Gran Canaria eine Insel, die ihren Besuchern viel mehr bietet, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Natürlich ist es DIE Touristeninsel für Millionen Menschen jährlich und so sind auch 75% der Einheimischen im Tourismus beschäftigt. Aber gerade die verlassenen Strände wie der Playa de Güi Güi, die Dünenlandschaft von Maspalomas oder die Berge im Innern der Insel machen den Reiz aus und waren die schönsten Augenblicke in diesem Urlaub. Schade, dass man erst den Touristenhochburgen entfliehen muss, um zu bemerken, wie frei man auch hier wirklich ist!

Der Urlaub war ein absoluter Traum!

Alles war perfekt und alles hat einen riesigen Spaß gemacht!

Danke an alle, die das mit verursacht haben! J

Danke Jule für diese tollen 14 Tage!!

 

Tobi

P.S. Kontaktiert mich bitte bei Fragen oder für weitere Infos! mail@tobiasfrank.de

 

www.julekluth.de                       Reisebericht meiner Freundin

www.riu.com                             Unser Hotel mit virtuellem Rundgang

www.kanareninfo.de                  Einiges zu den Inseln

www.nix-wie-weg.de                  Hier haben wir gebucht

www.grancanaria.com                Viele Bilder, Videos und e-cards zu GC